Die Freiheit die Phantasie zu verwirklichen – Zeitgenössische Portraitsmalerei

von | 12.05.2018 | Porträt | 3 Kommentare

Zeitgenössische Portraits in Aquarell

Mehrere Jahre habe ich realistische Portaits gemalt. Denn mein erlernter Beruf ist Friseurin und Visagistin, deshalb war das zeichnen und malen von Gesichtern und Frisuren sehr passend.

Die genaue Abbildung eines Models ist für mich heute aber nicht mehr wichtig. Es ist viel mehr die Freiheit ein Motiv mit meiner Phantasie zu verwirklichen. 

Die zeitgenössische Malerei ist ein Mittel um mich künstlerisch dabei auszudrücken.

Ein lebendes Modell ist nur eine Inspirationsquelle. Im laufe des Malprozesses geht die Kreativität ihren eigenen Weg und ich erschaffe eine phantasievolle Persönlichkeit die in der Realität überhaupt nicht existiert. Es baut sich eine Beziehung und ein Dialog zwischen mir und der Person auf die ich male. Diese Beziehung kann sehr intensiv werden. Augen die richtig lebendig werden und etwas mitteilen wollen. Skepsis, Nachdenklichkeit, Ungläubigkeit oder auch Vertäumtheit.

Auch der Mund gibt Aufschluss über emotionale Schwingungen. Mit diesen beiden Details, Augen und Mund, kann man sehr ausdrucksstarke Gesichter malen. Das ist sehr spannend.

Wichtig ist für mich nicht, dass die Proportionen oder Farben in meinem Bild stimmen oder der Realität entsprechen. Wichtiger ist eher der Ausdruck und die Atmosphäre die es ausstrahlt. 

 

Die Proportionen des Gesichts

Das frühere Studium der Gesichtsanatomie in der realistischen Malerei hilft mir heute sehr ohne Vorzeichnung auszukommen, das garantiert eine spontane Umsetzung des Motives. 

Dabei möchte ich nicht behaupten das es unbedingt erforderlich ist die Anatomie des Gesichtes genau zu kennen. Denn es gibt berühmte Künstler die Akte und Portaits expressiv gemalt haben mit nur moderatem wissen über die menschlichen Proportionen. Ein genaues Studium für ein zeitgenössisches Portrait ist gar nicht nötig. Oft ist es sogar ein Grund warum viele dieses Thema meiden weil sie glauben es sei zu schwierig. Das ist aber gar nicht so. 

In meinem nächsten Beiträgen will ich darüber berichten, wie ich ein Portait mit einfachen Grundlagen der Gesichtsproportionen zeitgenössich in Aquarell male und auch wie ich meine Farben einsetze.

Bleib dabei!

3 Kommentare

  1. Timo

    Hallo Angela, ein wirklich tolles Kunstwerk! Allgemein gefallen mir deine Bilder sehr gut.
    Diese Kombination aus Realismus und trotzdem Abstraktion fand ich schon immer bewundernswert und obwohl ich nicht untalentiert bin war das nie meine Stärke… ich würde es gerne noch lernen. Vermutlich gibt es da aber auch kein „Geheimrezept“ außer üben, üben, üben, richtig?
    Liebe Grüße!

    Antworten
    • Angela Tatli

      Hallo Timo, über deinen Nachricht und dein Lob freue ich mich sehr!
      Üben ist schon richtig und wichtig. Ich versuche jeden Tag zu malen um immer ganz nah bei meiner Kunst zu bleiben. Damit ich das Gefühl für die Farbverläufe und die Lockerheit der Pinselstriche beibehalte. Witzig ist, das ich mir gerade einen Beitrag überlegt habe, wie ich aus meiner Sicht zeigen kann, was hilft einen lockereren Malstil zu trainieren. Also einer meiner nächsten Beiträge wird das sein.
      Wenn du noch Fragen hast, ich beantworte sie gerne.
      LG
      Angela

      Antworten
      • Timo

        Hallo Angela, danke für deine Rückmeldung! Auf den Beitrag bin ich auf jeden Fall gespannt. 🙂 LG!

        Antworten

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ANGELA TATLI
Ich bin Aquarellistin aus Leidenschaft und schreibe hier in meinem Blog über Kunst.