Farbenlehre – Die „reduzierte Farbpalette“ für ein Blumenaquarell

von | 12.04.2018 | Aquarellfarben, Blumenaquarelle | 2 Kommentare

Die „reduzierte Farbpalette“ aus der Farbenlehre für ein spannendes Blumenaquarell

 

 

Oft werde ich gefragt, ob es ein Konzept für Farbzusammenstellungen zum Malen für Aquarelle gibt. Anfänger oder noch nicht so erfahrene Hobbymaler wünschen sich ein sicheres Farbkonzept um bei der Farbkomposition ihrer Bilder mehr Sicherheit zu bekommen. Wenn man Schwierigkeiten hat, mit der Fülle an Farben die Richtigen zu finden, ist es ratsam erst einmal die Farbauswahl zu begrenzen. Die Farbenlehre gibt Information über eine „reduzierte Farbpalette“. Diese Farbenpalette entsteht wenn man nur mit einer Farbe mischt. 

 

Nehmen wir z.B die Farbe Grün. In floralen Bildern wird sie immer gebraucht. Aber es funktioniert auch sehr gut mit Blau oder anderen Farbtönen. 

Als erstes mischt man den grünen Farbton mit seinen Nachbarfarben. Der Farbkreis unten zeigt, dass die Nachbarfarben von grün,  blau und gelb sind. Durch diese Mischungen entstehen sehr schöne Farbharmonien in gelblich warmen Grüntönen und bläulich kalten Grüntönen. 

Als nächstes benötigt man noch einen Farbton, der dem Grün im Farbkreis gegenüberliegt, die sogenannte Komplimentärfarbe. Die Komlimentärfarbe von grün ist ein rotton wie im Farbkreis zu sehen ist. Die Mischungen von Komplinentärfarben ergibt immer getrübte Farbtöne oder man sagt auch gebrochene Farbtöne. Diese sind wichtig für Schatten und Hintergründe. Jetzt ist experimentieren und mischen wichtig, um die Möglichkeiten dieser Farbpalette kennenzulernen.

 

 

 

Wie setzte ich die Mischungen der „reduzierten Palette“  im einem Bild um

Wenn diese begrenzte Farbauswahl, wie oben erklärt, in einem Aquarell eingesetzt wird, ist es wichtig, dass Kontraste im Bild gesetzt werden um Spannung zu erreichen. Das heißt, dass kalte und warme Farbkontraste in einem Aquarell sich gegenseitig steigern und Hell-Dunkel-Kontraste für Spannung sorgen. Und die gebrochenen Farben, wenn man sie mit den reinen Farben kombiniert zu mehr Leuchtkraft verhelfen. 

 

Obwohl ich für meine Aquarelle die Farben meistens spontan und intuitiv ins Bild setze, habe ich in meinem Rosenaquarell oben, für das grüne Blattwerk diese begrenzente Farbpalette verwendet.  Für die Ausarbeitung der Blüten habe ich das Rot als Komplimentärfarbe kräftiger eingesetzt. Aber in der Schattenfarbe der Rosenköpfe ist wieder das Grün enthalten. So kann man sich rantasten und mit experimentieren schöne Farbkompositonen mit einer begrenzten Palette finden.

Ich hoffe, dass euch mein Artikel gefällt und freue mich über Feedback. Oder auch Fragen zu diesem Thema.

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Viel Spaß beim Experimentieren!

Eure

Angela Tatli

 

PS: Für mein Rosenaquarell oben habe ich auf einem Aquarellpapier von Canson 300 g/m² mit einem Format von 76 x 56 gearbeitet.

 

2 Kommentare

  1. Raúl Barros

    Eres realmente Una profesional me encanto tu blog muy didáctico ,también soy un apasionado de la acuarela,té felino trabajas muy , felicitaciones.

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    • Angela Tatli

      Hola Raúl, gracias por el gran elogio. Me motiva mucho Tal vez tengas deseos o un tema que sea interesante para que escribas. Lamentablemente, hablo muy poco español y he usado un programa de traducción. Espero que todo sea legible Saludos desde Alemania

      Antworten

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ANGELA TATLI
Ich bin Aquarellistin aus Leidenschaft und schreibe hier in meinem Blog über Kunst.