Aquarelle auf handgeschöpftem Karton malen!

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Tipps für das Malen auf AquarellKarton

Wenn du das Aquarell liebst mit seinen Farbverläufen, musst du das Malen auf einem großem handgeschöpften Aquarellkarton erleben. Weil es Spaß macht und ich selbst mit viel Begeisterung großformatige Aquarelle male, habe ich diesen Beitrag geschrieben. Hier gebe ich Tipps was du mit einem solchen Malkarton und Farbe machen kannst.

Das Aquarell eignet sich meist nur für kleinere Bildformate, weil sich das Papier durch das Wasser wellt. Der Künstlerbedarf bietet aber auch dickere Papierqualitäten an, die eine nassere Maltechnik und eine größere Beanspruchung des Papiers erlauben. Qualität und Preis bestimmt der Anteil von Naturfasern wie Baumwolle, Hanf, Leinen oder Zellstoff, und das Flächengewicht in Gramm pro qm.

Dabei werden sie in unterschiedlichen Oberflächenstrukturen von fast glatt bis grob angeboten. Sie werden heiß – oder kalt gepresst hergestellt, wie auch die dünneren Aquarellpapiere.

Die heiß gepressten Papiere haben die feinere und glattere Oberfläche, die kalt gepressten die gröbere. Jedes Papier gibt dem Aquarell seinen ganz besonderen Reiz.

Für meine Malerei bevorzuge ich handgeschöpfte Einzelbögen, heiß gepresst mit 100% langen Baumwollfasern, auch “Hadern” genannt. Mit einem Gewicht von 640 g/m² (Gramm pro qm). Also schon ordentlich dick. Es ist aber in jedem Fall auszuprobieren welcher Karton zur individuellen Technik passt.

Maltechniken auf dickem Aquarellkarton

Ein Karton in der Dicke von über 600 g/m²  ist sehr strapazierfähig. Du kann ihn mit Aquarellfarbe bemalen, am besten in der nass in nass Technik. Lasse den Farbauftrag leicht antrocknen und wasche alles oder auch nur Teile der aufgebrachten Farbe mit Wasser wieder ab. Das Auswaschen geht gut mit einer Sprühflasche oder auch mit einem Wasserstrahl von einem Messbecher. Beides hinterlässt ganz unterschiedliche Farbschattierungen auf dem Karton. Nach dem Trocknen kannst du das Bild weiter bearbeiten.

In die aufgetragene Farbe kann man Kernseife eintropfen lassen, diese vertreibt die Farbe und hinterlässt interessante Spuren auf dem Papier. Man kann die Farbe aber auch wieder mit einem Pinsel leicht abnehmen. Dieses bearbeiten der Malfläche hinterlässt spannende Farbspuren die man nach einem weiteren Trocknungsprozeß wieder mit Farblasuren bemalen kann. Dabei ist es natürlich wichtig, nicht immer wieder alles komplett zu übermalen. Somit bleiben interessante Schattierungen vom ersten Farbauftrag bis zum Schluss im fertig gemalten Bild erhalten und können durchblitzen.

Neben Aquarellfarbe benutze ich auch Airbrushfarben und Tuschen wobei diese sich nicht mehr so leicht vom Papier lösen lassen. Was aber ebenso tolle Farbflecken ergibt die man weiter bearbeiten kann. Schöne Effekte entstehen, wenn du Airbrushfarben mit einer Zahnbürste in die schon teilweise angetrocknete Aquarellfarbe aufspritzt. Auch mit Gouachefarben, Kreiden und Wachsmalstifte kannst du kreatives entstehen lassen. Wobei letztere den Charme haben, Wasser abzuweisen und somit nach weiterem aufragen von Aquarellfarbe immer wieder durchzuschimmern. 

Auf diesem Weg kannst du sehr beeindruckende und kompliziert aussehende Gemälde schaffen. Daher ist der Karton für  kreative und moderne Aquarelle bestens geeignet.

Außerdem sind die meisten dieser hochwertigen Aquarellkartone mit einem zweiseitigem Büttenrand versehen. Ein gelungenes Werk kannst du in Szene setzen, wenn du es in ein Passepartout legst das größer ist als dein Bild, dann bleibt der Büttenrand sichtbar.

Sicher ist ein Aquarellkarton in der Anschaffung etwas teuer aber auf solchem Untergrund zu malen ist ein Erlebnis und sein Geld in jedem Falle wert.

Ich hoffe, dass dich dieser Beitrag inspiriert hat auch mal auf einem Aquarellkarton zu malen und zu experimentieren.

Also viel Spaß dabei!

Deine

Angela

PS: In meiner “Freien Malbibliothek” findest du noch mehr Anleitung für die expressive Aquarellmalerei!

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Angela Tatli

Angela Tatli

 Aquarellistin, Artbloggerin und Kreativcoach.

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